Törn 2026 Teil 3

In Karlskrona lösten drei jugendliche Mitsegler einen Teil der bisherigen Crew ab. Schwerpunkt dieses Törn war es, einem der Drei Routine als Skipper zu vermitteln. Aber nach dem Einklarieren ging es zunächst in die Stadt und zum Marinemuseum.

Crewwechsel

Marinmuseum

Am nächsten Tag starteten wir nach Osten unter der Möcklesundsbron hindurch, passierten die Seilfähre bei Ytterö und erreichten Torhamn. In dem engen Hafen fanden wir einen Platz an der Kaimauer. Morgens verließen wir das enge Fahrwasser und kamen im Kalmarsund bis Bergkvara.

Zur Möcklesundsbron

Torhamn

Bergkvara

Die Fahrt nach Kalmar verlief bei leichtem Wind ruhig. Vor der Stadt lag mit der "Europa 2" ein Kreuzfahrtschiff. Der Stadthafen war relativ leer und wir hatten einen guten Liegeplatz an der neuen Promenade und nahe beim Bahnhof. Hier erwarteten wir einen weiteren Mitsegler, der mit dem Zug von Heidelberg angereist ist. Bis zu seiner Ankunft bummelten wir zum Schloss, durch die Stadt und machten eine Pause im "Krusenstiernska Gården". Mit der dann vollständigen Mannschaft segelten wir bei gutem Wind am nächsten Morgen südwärts bis Kristianopel.

Schloss Kalmar

Europa 2

Kristianopel

7,7 Knoten!

Unser nächstes Ziel war die weit draußen vor dem Festland liegende Inselgruppe Utklippan. Der kleine, rechteckige Hafen liegt zwischen drei Inseln und hat je eine Einfahrt von Ost und West. Leider wird die Insel nicht mehr bewirtschaftet. Es sind aber Strom- und Wasseranschlüsse sowie einfache Toilettenhäuschen vorhanden. Mit bereitgestellten Ruderbooten oder dem eigenen Schlauchboot kann man von einer Insel zu den anderen fahren. Es lohnt sich, ein Fernglas mitzunehmen, um die vielen verschiedenen Seevögel zu beobachten.

Hafen von Utklippan

Das Schlauchboot wird aktiviert.

Ruderboot vom Hafen

Unser Vogelspezialist

Dann ging es wieder zurück in den Schärengürtel. Um das Anlegen an einer Klippe zu üben, besuchten wir Öppenskär. Die Einfahrt durch das unbetonnte Inselreich erforderte viel Aufmerksamkeit und ständigen Vergleich der Landschaft mit Karte und Plotter. Die stille See nutzten wir für eine Reparatur der Windex. Dazu wurde unser Neuling bis zum Topp gehievt. Nach getaner Arbeit erlebten wir einen schönen Abend und eine ruhige Nacht.

Hoch zum Topp

Abendstimmung

Wegen des warmen Wetters gingen unsere Wasservorräte zur Neige. Wir machten daher in Karlskrona einen kurzen Stopp zum Einkaufen und segelten weiter durch die Schären nach Tjärö. Hier legten wir am Felsensteg an und wanderten dann über die Klippen zum Hafenbüro beim Restaurant. An den Liegeplätzen nahmen wir uns immer wieder mal Zeit für Kartenaufgaben.

Felsensteg

Über die Klippen

Kartenarbeit

Wir verließen Tjärö und machten eine Zwischenstop im Stadthafen von Karlskrona, um etwas Proviant einzukaufen. Der Hafen selbst ist ein Industriehafen. Zudem begann es zu regnen. Daher verzichteten wir auf eine Stadtbesichtigung und fuhren weiter nach Hanö, bevor es dann weiter ging nach Simrishamn. Die dortige Sankt-Nikolai-Kirche stammt urkundlich aus dem 12. Jahrhundert und diente mit dem von See weit sichtbaren Turm als Landmarke.

Leuchtturm von Hanö

Sankt-Nikolai-Kirche mit Rathaus

Um die Südostecke von Schweden bei Sandhammeren segelten wir nach Ystad. Die Altstadt mit schönen Hinterhöfen und den Gartenanlagen rund um das Kloster ist ein Besuch wert.

Hinterhof

Klostergarten

Für das Ende unseres Törns wurde schlechtes Wetter mit Sturm angesagt. Wir machten daher einen langen Schlag von Ystad vorbei am Windpark "Kriegers Flak" und steuerten in dänischen Gewässern Klintholm an.

Kriegers Flak

Flaggenwechsel

Leider war der Hafen Hesnæs nach dem Oktobersturm 2023 noch nicht wieder vollständig hergerichtet. Bei dem angesagten Weststurm war Gedser nicht so günstig. Aber um rechtzeitig zum Törnende wieder Burgtiefe zu erreichen, blieb keine Wahl und wir konnten noch einen Hafentag zum Abwettern einlegen. In Gedser erreichte der Sturm dann in Böen Windstärke 9.

Sturmtag

Am nächsten Tag hatte der Wind deutlich abgenommen und wir konnten bequem Burgtiefe erreichen. Ein schöner, abwechslungsreicher Törn mit 428 sm lag hinter uns.